Das Magazin der EDUARD KRONENBERG GmbH

1.2019

LIFESTYLE

© Foto: Alenavlad – stock.adobe.com

Sax & Design im Jahr 2019 ?

Der Deutsche Musikrat kürte ein prachtvolles goldenes Horn zum Instrument des Jahres 2019: das Saxophon. Ist das die Steilvorlage, um einen der nächsten Firmen-Events um ein Solo des eindrucksvollen Seelenschmeichlers zu erweitern?

Lisa Simpson spielt es, Bill Clinton sowieso und deutschlandweit tun es rund 27.000 begeisterte Musikschüler. Geht es dabei nach dem Willen des Deutschen Musikrates, sollen es im Laufe des Jahres noch einige mehr werden. Denn natürlich ist ihre Wahl des Saxophons zum ‚Instrument des Jahres 2019‘ auch dazu gedacht, das Interesse eines breiteren Publikums für das goldene Horn zu wecken.

Rund um das Saxophon entsteht eine ganze Kampagne

Dazu koordiniert der Deutsche Musikrat, unter der Schirmherrschaft ausgewiesener Saxophonisten wie etwa Peter Weniger aus Berlin, Professor und künstlerischer Leiter des Jazz-Instituts Berlin oder Rico Gubler, Präsident der Musikhochschule Lübeck, Projekte und Konzerte von Instrumentenbauern, professionellen Musikern und Amateuren sowie Komponisten und Musikschülern. Das Saxophon ist übrigens ein verhältnismäßig junges Holzblasinstrument, entwickelt von dem belgischen Klarinettisten Adolphe Sax, der das klangvolle Blasinstrument 1846 in Paris patentieren ließ und ihm seinen Namen gab. Von hier aus trat das Instrument seinen Siegeszug rund um die Welt an – gespielt von Virtuosen wie etwa John Coltrane, Charlie Parker und Colemann Hawkins. Berühmte Namen, die auch jenseits der Jazz-Szene eine weltweite Bedeutung genießen.

Und wieso das Metallhorn eigentlich zu den Holzblasinstrumenten zählt, ist schnell erklärt: Wie die Klarinette wird auch das Saxophon über ein zwischen Schnabel und Mundstück befindliches Rohrblatt gespielt – und weil dieses meist aus Schilfrohr und damit aus einem holzähnlichen Stoff besteht, gehört das Saxophon eben zu den Holzbläsern.

Im Design-Olymp

Die Maison & Objet Paris, eine der führenden europäischen Interior-Messen, zeichnete Sebastian Herkner als „Designer des Jahres 2019“ aus. Vielleicht ein Hinweis, sich auch im Business-Interior vom traditionellen Status etablierter Marken zu lösen?

Das ist bereits der zweite Paukenschlag in der Design-Karriere des erst 37-jährigen Sebastian Herkner: Nach dem deutschen Design-Preis als „Bester Newcomer 2011“, erfolgte durch die renommierte Pariser Lifestyle-Messe Maison & Objet quasi die Aufnahme in den Design-Olymp. Die Begründung zur Ehrung des Offenbachers als „Designer des Jahres 2019“ mündet gleichsam in einer Hymne der Bewunderung.

So würdigt die Laudatio: „ …seine bedingungslose Liebe für traditionelle Handwerkskunst, das Gespür für Farben und sein Bestreben, globale Entwicklungen und deren kulturelle Ideen einzubeziehen, seinen Hunger, traditionelle Materialien zu integrieren und seinen Wunsch nach umfassender Nachhaltigkeit, sein scharfes Auge für Details sowie seinen Respekt vor der Zeit, die es braucht, um ein wirklich atemberaubendes Werk zu schaffen …“

In der Tat gesteht Sebastian Herkner in nahezu jedem Interview seine Verehrung für die Handwerkskunst von Manufakturbetrieben wie Moroso, Capellini und Thonet. Die Echtheit des Materials, die haptische Qualität und vor allem die soziale und kulturelle Nachhaltigkeit, das alles sind für ihn Werte, die es zu bewahren gilt. Seinen Durchbruch hatte der Produktgestalter, der sich als ‚Autoren-Designer‘ definiert, vor zehn Jahren mit dem sogenannten ‚Bell Table‘. Einem Couch-Tisch, bei dem die Materialien auf den Kopf gestellt wurden: der Fuß aus Glas, die Platte aus Messing. Beide Materialien galten zur damaligen Zeit als völlig out.

Herkner liebt solche Spannungsverhältnisse. Er weiß, dass viele Kunden auch aus dem Business-Bereich nach Status-Erwägungen kaufen: uniforme Einrichtungen und Markennamen, mit denen man nichts falsch machen kann. Doch wenn man sich nur mit Klassikern einrichte, könne auch nichts Neues entstehen, so sein Credo. Ahnt der Designer, dass diese sympathische Philosophie vielleicht durch seinen eigenen Erfolg bedroht wird? Denn der ‚Bell Table‘ ist mittlerweile ja selbst ein junger Klassiker und wird nach einer Dekade heute noch in der bayerischen Glasmanufaktur von Poschinger produziert.

Geschäftsmodelle 2019: Gesund. Alkoholfrei. Bunt.

Wenn es um aktuelle Food-Trends geht, sind wenige so berufen wie die renommierte Wiener Ernährungsforscherin Hanni Rützler. In ihrem Food Report 2019 erläutert sie gemeinsam mit dem Frankfurter Zukunftsinstitut und der Lebensmittel Zeitung unter anderem diese Tendenzen bei der gesunden Ernährung – und beim Schlemmen.

Trend Nr. 1 – Nouvelle Cantine
Immer mehr Betriebskantinen überzeugen mit einem modernen Speiseangebot. Die ‚alte‘ Kantine avanciert zum emotionalen Schaufenster einer neuen Unternehmenskultur – Ausdruck der veränderten Arbeitswelt.

Trend Nr. 2 – Healthy Hedonism
Der Trend ‚gesunde Genuss-Sucht‘ läutet den Abschied von einem rein funktionalen Gesundheitsverständnis ein. Denn gute Ernährung kann gleichwohl gesund als auch genussvoll sein.

Trend Nr. 3 – Plant Based Food
Pflanzen finden als Basisprodukte für neue Nahrungsmittel immer mehr Interesse. Vor allem proteinreiche Zutaten machen als gesunde Alternative eine steile Karriere – auf diese Angebote dürfen wir uns freuen:

   Gesundes vom indischen Wunderbaum – Moringa
Das neue Superfood Moringa enthält Vitamin A, Vitamin C, Vitamin E, B-Vitamine, Kalzium, Magnesium, Eisen, essenzielle Aminosäuren und Chlorophyll, das stark basisch ist und einer Übersäuerung des Körpers entgegensteuert. Zudem soll es dank des Wirkstoffs Zeatin die Hautregeneration begünstigen und den Alterungsprozess verlangsamen.

   Macht Meer her – Ozean-Gemüse
Kelp-Nudeln aus Seegras, Algenchips oder Wasserliliensamen: Gemüse aus dem Ozean enthält neben Mineralstoffen wie Kalzium, Eisen und Phosphor besonders viele Omega-3-Fettsäuren. Dazu Algenöle, mit denen etwa vegane Gerichte eine maritime Note bekommen.

   Schokopudding aus der Schale – schwarze Sapote
Diese aus Mittelamerika stammende Frucht schmeckt wie Schoko-Pudding, ist aber gesund! Eine schwarze Sapote besitzt viermal so viel Vitamin C wie eine Orange und ist reich an Kalium, Magnesium, Phosphor und B-Vitaminen. Das dunkelbraune, cremige Fruchtfleisch wird direkt aus der Schale gelöffelt oder einfach aufs Brot gestrichen.

Eistee mit Rosen
© Foto: Food Photographer – Jennifer Pallian on Unsplash

DRINK DES JAHRES 2019

Nach Experten-Meinung des Mixology-Fachmagazins ist der Trend des Jahres der Drink ohne Umdrehungen: also alkoholfrei, dazu bitter und möglichst zuckerarm. Wer sich also nach dem Business-Lunch etwa einen alkoholfreien Gin Tonic bestellt, liegt damit genau im aktuellen Drink-Trend.Diesen begrüßen vor allem die unter 35-Jährigen. Laut der Studie eines britischen Getränkeherstellers bestellen 46 Prozent von ihnen vorzugsweise einen sogenannten Mocktail. Das Kofferwort aus „Cocktail“ und dem englischen Verb „to mock“ („nachahmen“) beschreibt das Mixgetränk-Konzept, bewusst Cocktail-Klassikern nachzuempfinden, nur eben ohne Alkohol

Farbe DES JAHRES 2019 ...

… ist Nr. 16-1546

Wer seine Büroräume auch farblich updaten möchte, sollte sich einmal die jährlichen Farbempfehlungen des Pantone Color Institute™ anschauen. Das im US-amerikanischen New Jersey ansässige Unternehmen wählt jedes Jahr einen Farbton aus, der unter anderem auf sozioökonomischen Bedingungen sowie Trends in den Bereichen Mode, Schönheit, Industriedesign und Wohnen basiert.Aktuell ist das Pantone Living Coral mit dem Farbcode 16-1546: „Ein anregendes und lebensbejahendes Orange mit goldenem Unterton.“ Bei den Frühjahrsschauen der großen französischen und italienischen Modehäuser konnte man das warme Korallenrot bereits bestaunen – bei Hermès ebenso wie bei Brandon Maxwell, Prada und Giambatista Valli.

Modetrends 2019

Tie-Dye, formerly known as ‚Batik‘: Damen ziehen sich im Sommer einfach eins der neuen Tie-Dye-Hemden von Prada, Proenza Schouler und Stella McCartney zum Business-Look über und schon erträgt man die ein oder andere Deadline im Job deutlich gelassener.Auch den zweiten Mega-Trend des Jahres kann man sofort umsetzen – spätestens jedoch im nächsten kalten Winter. Bei all den schwarzen Jacken und grauen Kaschmirpullovern kommt grelle Farbe ins Spiel: Signalrot, Giftgrün, Barbie-Pink und Knallorange dürfen ab sofort wild gemixt werden.

Bei den Männern bleibt der Anzug das Key-Piece der Business-Uniform. Ob als Ein- oder als Zweireiher ist persönliche Geschmacksfrage. Hier die nach Meinung relevanter Herren-Modemagazine fünf wichtigsten Anzugstrends im Überblick, wie Mann ihn 2019 trägt:

- Der Schnitt bleibt am Oberkörper weiter,  Hosen werden wieder schmaler getragen.
- Wer weitere Hosen tragen will, greift zu Modellen mit Bundfalte und Umschlag.
- Schwarz geht immer. Ergänzt durch Grau, Dunkelblau sowie Nadelstreifen in jeglicher Form.
- Hemd oder dünner Rollkragen bleiben en vogue, ergänzt durch groben Strick als ausgezeichnete Alternative.
- Sneakers bleiben dieses Jahr im Schrank,  man trägt Derbies, Chelseas und Monks.

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